Experimente für Kinder mit Wasser und Öl

Was passiert eigentlich wenn wir versuchen Wasser mit Öl zu vermischen?

Ein einfaches Experiment für Kinder, was schon im Kindergarten gut durchgeführt werden kann.

Hier ist Spaß garantiert und es schaut auch noch richtig toll aus!

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Ihr benötigt für das Experiment:

Ein Glas mit einem dichten Deckel (wir haben extra kleine Reagenzgläser aus Plastik besorgt), bunte Tinte oder gefärbtes Wasser, pflanzliches Öl, Pipette, optional Sprudeltabletten für den besonderen Effekt

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So läuft das Ganze ab.

Wir haben alle Gegenstände schön hergerichtet. Zuerst werden den Kindern die verschiedenen Flüssigkeiten und Gegenstände erklärt. Dann können die Reagenzgläser zu 3/4 mit Öl gefüllt werden.

Mit der Pipette werden nun einige tropfen Tinte hinzugegeben.

Was könnt ihr jetzt schon beobachten?

Füllt ruhig noch mehrere Reagenzgläser mit verschiedenen Farben und Öl.

Dann kommt der Deckel drauf und alles kann erst langsam und dann etwas kräftiger geschüttelt werden. Auch hier kann man gut darüber reden, was die Kinder beobachten.

Wer noch einen besonderen WOW Moment haben möchte, kann die Reagenzgläser noch einmal aufschrauben und ein kleines Stück einer Sprudeltablette hineinwerfen.

Jetzt sollten die Tintentropfen von alleine steigen und sinken, wie in einer Lavalampe. Ganz ohne schütteln. Das schaut nochmal richtig toll aus und es macht den kleinen Forschern Spaß zu beobachten.

Nach dem Versuch kommt die Erklärung für die Vorgänge, die wir gerade beobachten konnten.

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Hier kommt eine Erklärung, die nicht unbedingt für jedes Alter verständlich ist aber dafür ist es eine korrekte Erklärung.

Ich hoffe ihr kommt damit zurecht, da es mir leider nicht möglich war es noch mehr zu vereinfachen, da mir die richtigen Begrifflichkeiten sehr wichtig sind.

Erklärung der Anomalie des Wassers.

Wasser ist nicht neutral, sondern besitzt eine Polarität (wie bei einem Magneten):

Negative Seite des H20

Positive Seite des H20

Ein Wasserstoffatom (H) besitzt nur ein Elektron, während Sauerstoff (O) 6 Elektronen hat. Als H2O gibt es somit mehr Elektronen auf der Seite des Sauerstoffs, was dazu führt, dass das Wassermolekül an dieser Seite leicht negativ geladen ist. Das hat zur Folge, dass die Wasserstoffatome leicht positiv geladen sind.

In Wasser führt dieser Effekt dazu, dass die positiven H Atome sich zu den negativen O Atomen der Wassermoleküle hingezogen fühlen. Diese gehen sogenannte Wasserstoffbrückenbindungen ein, die für eine Vielzahl der Eigenschaften von Wasser verantwortlich sind.

U.a. führt dies dazu, dass neutrale Flüssigkeiten (die auch noch relativ große Moleküle sein müssen), wie Öle und Fette, sich nicht so gut mit den Wassermolekülen verbinden können, wie die Wassermoleküle untereinander. Die Flüssigkeiten mischen sich nicht. Man bezeichnet Fette und Öle deswegen auch als hydrophob (Angst vor Wasser), bzw. lipophil (Fettliebend)

Zusätzliche Infos:

Wasserstoffbrückenbindungen führen auch zu der sogenannten „Anomalie des Wassers“.

Die Dichte von Wasser ist aufgrund dieser Bindungen bei 4° C am größten. Das heißt, dass Wasser in der Tiefe immer 4 °C kalt ist. Außerdem führen diese Bindungen dazu, dass sich Eiskristalle bilden und Eis somit eine geringere Dichte als 4°C kaltes Wasser hat und schwimmt. Wäre dem nicht so, wäre unsere gesamte Erde eine andere, da z.B. das Eis im Meer am Grund liegen würde und nicht auf dem Wasser treiben.

Und nun viel Spaß beim Experimentieren mit Kindern wünscht euch Basteln mit Kids.